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Dieter Haderlapp
Diskussionsapparat


Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich möchte fast schon sagen, liebe Freunde!
Es freut mich sehr hier zu sein. Ich möchte ganz ehrlich sein: Zu Beginn meiner Tätigkeit als Kulturreferent der steirischen Wirtschaftskammer (schwacher Applaus) war mir ein wenig Angst und Bange. Meine bisherige Tätigkeit in der Privatwirtschaft erlaubte es mir nicht, mich so eingehend, wie ich es mir natürlich gewünscht hätte, mich mit der jungen Künstlerszene zu befassen.. Natürlich, eine Operette in Mörbisch, Theater dann und wann, ich war immer kunstinteressiert, ansonsten hätte mich meine Gesinnungsgemeinschft kaum für diesen Posten vorgeschlagen. Trotzdem hatte ich vor allem zur jungen Kunstszene hin Berührungsängste. Sie erschienen mir allesamt zu kritisch. Nichts gegen berechtigte Kritik, aber alles mit Maß und vor allem Ziel. Bitte, auch ich lese beispielsweise Jelinek, aber wir müssen immer berücksichtigen, woher wir kommen, wem wir was verdanken. (Applaus, Bravorufe)

Die besagten Berührungsängste hatte ich vielleicht früher. Die tollen Burschen und Mädels von Playground haben sie mir jedoch genommen. Selten habe ich mich bisher mit jungen Menschen , mir urbanen Menschen, so gut verstanden. Die Zeiten sind schwer, das sind sie ja immer, doch die mögliche Rettung bringen uns die tollen Burschen und Mädels von Playground so eindeutig näher. Mit Banalität hat das nichts zu tun: Die Rettung ist der Konsum! (vereinzelte Bravo Rufe) Genauer der Privatkonsum. Das fehlt Österreich, das fehlt Europa. Die privaten Haushalte, müssen sich wieder auf diese erste Bürgerpflicht und diese einfache Regel besinnen: Geht es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut. Gerade die Jungen von 12-45 müssen das verstehen. Ein gemeinsames Eintreten für mehr Wertschöpfung hilft allen, damit gehen natürlich auch neue Arbeitsplätze Hand in Hand einher. Es freut mich, dass junge Menschen im Gleichschritt mit dem Staat marschieren! (lauter Applaus) Wir wollen die jungen Künstler fördern. Glauben Sie mir, wir sind die letzten die eine gute, eine passende Idee nicht finanzieren. Im Vertrauen, es findet sich sicher ein Verein, der euch finanziell und rechlich einwandfrei (Gelächter) unter die Arme greift. Wir sind nicht kunstfeindlich, ein Vorwurf, der oft von Leuten kommt, die besser Berufsdemonstranten oder Metzger geblieben wären. Playground, allerdings, zeigt wie es geht: Ein Thema das nicht nur irgendwelchen Randgruppen, sondern ganzen Regierungen, besorgt um das Wohl ihrer Nation, unter den Nägeln brennt. Keine politische Nestbeschmutzung, die sowieso keiner mehr hören mag. Keine unbotmäßige Kritik an demokratisch gewählten Repräsentanten. Freunde, ich verrate nicht zuviel: Playground geht einer erfolgreichen Zukunft entgegen. Macht weiter so! (lauter Applaus, Hoch und Bravo Rufe).