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Du, darf ich mal kurz zum Spielen raus?

Wir von >playground< sagen: „Wir wollen mitspielen“, und stellen gleich die für unser Konzept überaus wichtige Gegenfrage: „Wer traut sich raus, um mit uns zu spielen?“

Wir sind dafür, dass der natürliche Spieltrieb nicht länger vergessen, zurückgestellt oder unterdrückt werden darf. Ihn in den Tiefen unserer erwachsenen Seele zu suchen und zubefreien, ist die Aufgabe, die uns leitet.

Das HDA wird Spielplatz banal und doch im wahrsten Sinne des Wortes. Mit Todesschaukel, T-Shirts malen, Sandkistenbauen, Farbschmierereien auf Wände und Körper, dem lustigen Tattoo Shop, der kleinen Spielerecke, Legohochbau, Wiese säen und einfach wachsen lassen, dabei zusehen und schmunzeln und vielem mehr. Gemeinsam mit allen anderen „schon- viel- zu- lange- Erwachsenen“, werden wir die Kindheitwieder hochleben lassen und laden alle zum Mitmachen ein. Ob aus purer Überzeugung oder bloßer Erinnerung an das eigene Spielzeug - Hauptsache Spielen.

So wie wir uns in den Anfängen unseres Daseins mit unserer Umwelt auseinandersetzten, im Spielen und Experimentieren, am Scheitern und Wiederversuchen, werden wir diese besondere Methode für uns wieder entdecken. Sie erinnern sich an Situationen, an denen sie in ihrer Kindheit von der Schaukel verjagt worden sind. Sie haben die Chance sie zurück zu erobern, ihrem Trauma ein Ende zu setzen.

Erwachsen sein heißt auch „ja“ zum Spiel sagen dürfen.

Ausstellungen sind meistens statisch und nicht interaktiv. Der Spielraum sollte mehr sein. Anstatt das passive Sehen in den Vordergrund zu stellen, wird der Besucher zum Gestalter selbst. Jeder Besuch führt so zum Teil in die eigene Ausstellung, man wird zum Bestandteil eines großen Ganzen dem Spielraum, unserem Spielraum. Alle 3 Wochen wird Spieltag sein, wird gestaltet, gebastelt und getrunken. Die Ergebnisse werden dokumentiert und am Ende als Gestaltungszeitraffer präsentiert. Das Wachsen der Wiese auf unserem Spielplatz, die Spielerfolge, die Begeisterung an Wieder entdecktem, die Stadien des gemeinsamen Schaffens eines Spielplatzes für erwachsene Kinder.

Geplante Aktionen gibt es schon, und werden in der prozesshaften Auseinandersetzung mit der Zeit und dem Raum entstehen.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr