playground ist tot, lang lebe playground
playground war vor allem eine Idee, und dass es schlussendlich in vielen Köpfen der Mitglieder ganz allein dabei geblieben ist, war auch der Grund für das Scheitern.
Initiativen, Plattformen, Aktionen, Bewegungen, viele von ihnen eint eine stürmische Kindheit, ein Plenum jagt das nächste, die Initiatoren, Aktionisten und Mitglieder geben 110%, oft recht unmittelbar darauf folgt ein langsames Entschlafen. Dieses Entschlafen wurde bei playground nur deswegen hinausgezögert, da sich zumindest zwei Personen fanden, die länger 110% gaben und trotz anderweitiger Verpflichtungen playground am Leben erhielten und knapp vor dem Ende sogar zu einem beachtlichen Bekanntheitsgrad verhalfen. Obmann Gerhard und Obfrau Eva zeigten mit ihrem Engagement und mit ihren Erfolgen was bei playground möglich gewesen wäre. Natürlich enthielt der sich einstellende Erfolg auch den Keim des Untergangs. Berechtigterweise stand die Frage im Raum, warum zwei Personen ihre Kreativität und ihre Zeit in den Dienst von anderen stellen sollten und dafür nur marginale Unterstützung erhielten, die zwar hin und wieder auch schöne, gemeinsam gezogene, Früchte zeitigte, aber schlussendlich eben dürftig blieb und der permanenten Aufsicht der beiden Obleute bedurfte.
Ich möchte mich bei allen Mitgliedern für die schöne Zeit bedanken. Eva und Gerhard gebührt mein Respekt für die Projekte die sie auf die Beine gestellt haben, ohne sie wären die Jahre vor der Auflösung um vieles ärmer, langweiliger und vor allem farbloser gewesen. Vielleicht lebt ja ein kleines Stückchen playground, ein Teil der Idee, irgendwo weiter...
günther, Kassier e.h.